Brownsea Island

Taucht ein in das Jahr 1907 und erlebt das allererste „Pfadfinderlager“ hautnah! Auf Brownsea Island kann erlebt werden, wie dieses Lager, ein Experiment von Robert Baden-Powell, aussah, noch ein Jahr bevor die Pfadfinderbewegung als solche entstanden war. Acht Aktivitäten spiegeln das Programm wider, das Baden-Powell unter Rücksichtnahme auf Maria Montessoris Theorien entwickelte, wobei im Vordergrund das Lernen durch Erfahrungen stand. So können die Teilnehmenden auf Brownsea Island die Spiele, Fähigkeiten und das historische Wissen kennen lernen, die Baden-Powell damals seinen Schützlingen mitgab. Beispielsweise kann das „Kim’s Game“ gespielt werden, bei dem die Spielenden sich innerhalb einer Minute 15 Gegenstände einprägen, und hinterher widergeben müssen. Auch sportliche Spiele wie Tauziehen, Dosenwerfen oder improvisierter Basketball sind dabei. Für den Korb im Basketballspiel wurde ein an beiden Enden offener Kartoffelsack zwischen zwei Dreibeinen aufgespannt, durch den der Ball geworfen werden muss. Baden-Powell ahmte so das Spiel nach, das er nur von Erzählungen kannte, selber aber nie gesehen hatte. Geschichtliches Wissen können sich die Teilnehmenden hinsichtlich der Entstehungsgeschichte des „Union Jack“ aneignen, und lernen beispielsweise, wie der Name der heutigen britischen Nationalflagge entstanden ist. Das „Jack“ in „Union Jack“ stammt nicht von dem geläufigen Vornamen, sondern von der Seefahrt: der Mast, an dem die Flagge befestigt wird, nennt sich nämlich „jack mast“. Anschließend wird sich um das Lagerfeuer versammelt, wo Baden-Powell selbst Geschichten seiner militärischen Erlebnisse und seiner vielen Reisen zum Besten gibt und Lieder – unter anderem auf exotischen Sprachen – vorsingt.