Lagerleben

Noch 145 Tage, das 24. World Scout Jamboree in den USA rückt immer näher. Als Einstimmung wollen wir euch einen Eindruck davon geben, wie das Lagerleben auf einem Jamboree ist.

An erster Stelle geht es bei einem Jamboree natürlich darum neue Freunde zu finden und um gemeinsame Erlebnisse und Austausch mit Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus aller Welt. Das geht am besten bei den großen Programmmodulen wie zum Beispiel dem Global Development Village, dem Activity Modul, dem Sustainability Modul, oder Faith and Beliefs, die man zusammen mit seiner Patrol oder neuen Freunden besucht.

Dazu gibt es natürlich noch die großen Veranstaltungen im Stadium. Die spektakulären Bühnenshows mit einem Mix aus Musik, Tanz und Theater sorgen für atemberaubende Momente und Erinnerungen. Und wer weiß, vielleicht sieht man ja den ein oder anderen Superstar oder Würdenträger live.

Abgesehen von den großen Programmpunkten bietet der Lageralltag auch viele Überraschungen und Möglichkeiten neue Freunde zu finden. Jeder Tag ist anders und bietet Gelegenheiten an einer der vielen Aktivitäten teilzunehmen. Schaut doch mal bei der all-morgendlichen Flaggenzeremonie vorbei, oder hört euch eine Diskussion mit einem besonderen Jamboree Gast an, schaut euch eine der vielen Vorführungen im World Scout Centre an, genießt Köstlichkeiten in einem der Foodhouses oder setzt euch abends mit anderen Pfadfinderinnen und Pfadfindern gemütlich zusammen um zu singen.

Langeweile und Einsamkeit kommen auf dem Jamboree garantiert nie auf. Neue Freunde findet man zum Beispiel wenn man Abzeichen und Halstücher tauscht. Das Tauschen („Swoppen“) ist eine Pfadfindertradition die man in allen Sprachen und Kulturen versteht.

Selbst an den Abenden an denen keine große Bühnenshow stattfinden, ist in den Subcamps immer was los und es gibt genug Gelegenheiten neue Leute kennenzulernen. Die Base Camp Bashes, halb Konzert, halb Tanz-Party, sorgen für ausgelassene Stimmung und Spaß im Subcamp wenn alle Units zusammen feiern. In den Subcamps gibt es aber noch mehr zu erleben. Verabredet euch doch mit euren Nachbarn zum gemeinsamen Kochen oder Singen. Auf dem letzten Jamboree in Japan hat ein Subcamp zum Beispiel ein gemeinsames Abendessen mit allen Units organisiert. Alle Units haben dafür etwas gekocht und zusammen an einem riesigen Tisch gegessen und gesungen.

Das Jamboree mit all seinen Eindrücken und Angeboten kann am Anfang überwältigend sein, aber man findet sich schnell zurecht. Auf so einem großen Lager(platz) ist immer was los und es gibt viel zu entdecken und zu erleben.

Foto: Christian Schnaubelt