International Service Team-Vortreffen in Westernohe

In etwa zehn Monaten ist es schon soweit: Das 24. Weltpfadfindertreffen findet im Sommer 2019 in Nordamerika statt, dem Bechtel Summit Reserve nördlich von Charlotte in West Virginia. Am Wochenende vom 31. August bis 2. September 2018 trafen sich die Mitglieder des International Service Teams (IST) des deutschen Kontingentes zum ersten Mal zum Kennenlernen, zum Informiertwerden und zum Austausch. Knapp 50 der 72 deutschen Staffs (IST-Mitglieder) kamen im Bundeszentrum der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) in Westernohe (Westerwald) zusammen. Insgesamt ist das deutsche Kontingent der Ringverbände jetzt 1.300 Personen stark. Rund 45.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder werden zum World Scout Jamboree 2019 in den USA erwartet.

Die IST-Betreuerin im deutschen Kontingentsteam Eva Guldenfels und Philipp von Stockhausen aus der Kontingentsleitung führten durch das Programm des 1. IST-Treffens. Als Special Guest konnte Patrick Mayer ein paar Einblicke in das Jamboree-Management in den USA geben. Der Freitagabend stand aber ganz im Zeichen des Kennenlernens und des gegenseitigen Austausches. Beim Namenlernen wurde schon mal der wuschige Wuschel oder die wilde Hilde kreiert. Am Samstag stand im Schwerpunkt die Informationsvermittlung ganz klar im Vordergrund. „Druckbetankung“ nannen das Eva und Philipp, aber der Durst nach Infos war unbändig groß, so dass niemand zu viel abbekam. Von der Historie des „knappen“ Kontingentes, über die „Dramen“ zur Anmeldung, der generellen Organisation und Struktur eines Jamborees, dem Wesen eines Staffs im International Service Teams, der Job-Auswahl und -Bewerbung bis hin zum Vorlager, den Flügen und den Vor- und Nachtouren wurde alles abgeklappert und für alle zum Nachlesen im Confluence-System protokolliert.

Natürlich wurden auch Kleingruppen gebildet, die an speziellen Fragen und Themen wie einem IST-Gruppennamen und Aufnäher, der Kultur, Liederauswahl und vieles mehr behandelt. Es gab auch eine Gruppe, die die Verbandsidentität betrachtete. Nicht nur hier wurde deutlich, dass es erfrischend selbstverständlich und gut ist, als Ring-Pfadfinder/innen aufzutreten. Die gemeinsame Ringkluft trägt dazu bei, Unterschiede nicht als Trennendes zu zelebrieren, sondern gemeinsames Pfadfinden zu leben und sich der Vielfalt dessen in Deutschland zu erfreuen.

Für Samstagabend baten Eva und Philipp darum, eine Verkleidung im Gastgeberstil mitzubringen. Und so gab es bunte Gruppen US-Amerikaner (Indianer, Cowboys, Trapper, Hawaiianer, Baseball-Fans und Cheerleader), Kanadier (z.B. Holzfäller, Bären und Ranger) und Mexikaner, die in – gerne auch gemischten – Kleingruppen mehrere Quizrunden meistern mussten.

Und am Sonntag gab es noch einen Blick in die Zukunft, denn die nächsten Schritte bis zum Jamboree mit IST-Jobmeldung, weiteren Rückmeldungen, Pack-Wochenende, 2. IST-Treffen, Vorlager in Immenhausen, den Akklimatisierungstagen in den USA etc. wurden vorgestellt.

Das Wochenende war jetzt genau richtig, zum Kennenlernen, Einstimmen und zum gemeinsamen Auftakt der Vorfreudezeit.

Frank Seidl
ist gerne IST und fährt das 6. Mal zum Jamboree

 

P.S.: Mehr zur wichtigen Arbeit der IST beim Jamboree erfahrt ihr auf der IST-Seite.